Was für Mode wollen wir Kurvenladies eigentlich?

Hey Ladies,

 

meine Reise nach Berlin und das Stöbern in den kommenden Kollektionen hat mich zum Überlegen gebracht. Ich habe einige Teile gesehen die mir gefallen, ich aber nie tragen würde (zerfetzte Jeans, Neonfarben, Plissee).

 

Oft mosere ich herum dass es nicht genügend Auswahl an Kurvenmode gibt. Der Markt an plus size Mode hat sich in den letzten Jahren enorm entwickelt, dennoch ist er für mich gefühlt ein Stiefkind der Modeindustrie. 

 

Schaue ich meine schlanken Freundinnen oder Kolleginnen an, dann können sie in vielen Geschäften auf die Suche nach einem neuen Teil gehen und finden dann auch noch viele Varianten. Klar, Schlanksein alleine reicht nicht aus um alles tragen zu können aber es vereinfacht enorm die Suche nach Kleidung.

 

Meine Auswahl an Mode ist ein Stückchen größer geworden seitdem ich nicht mehr Größe 54/56 sondern 48/50 trage. Ich kann zum Beispiel bei C&A auch in der "normalen" Abteilung suchen und fündig werden. 

 

Dennoch befriedigt mich die Auswahl nicht. Immer noch ist die Mode oft zu altbacken, zu verhüllend und zu langweilig. 

 

Aber was für Mode wünsche ich mir?

 

Sie soll meinen Körper unterstützen, meine Formen in Szene setzen, meine Weiblichkeit betonen und mir ein gutes Gefühl geben. 

 

Sie soll mich nicht verstecken, mich bequem machen, mich unscheinbar machen. 

 

Um nicht nackig herumzulaufen, reicht es, zu KIK zu gehen, mir dort eine Jogginghose und ein blödes Printshirt zu kaufen, meine Füße in ein paar muffige Plastikschuhe zu stecken und so reihe ich mich ein die die Riege der faulen dicken Frauen wie sie bei RTL2 zu finden sind. Dazu noch ein passender Kurzhaarschnitt und eine Tüte Chips. 

 

Das bin ich aber nicht. 

 

Ich bin - zumindest rein äußerlich ;-) - junggeblieben, möchte positiv auffallen. 

 

Dazu wünsche ich mir die passende Kleidung. 

 

Wie ist das bei Euch? Tragt Ihr die Kleidung die ihr auch wirklich tragen wollt?

HAPPYSIZE.de – Mode in großen Größen!

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Kommentare: 4
  • #1

    Lara (Donnerstag, 25 Juli 2013 16:21)

    Bei "größerer Mode" habe ich oft das Gefühl, dass übermäßig viel Stoff dran getackert wird, um bloß alles zu verstecken! Die Folge: Man sieht noch dicker aus, als man eigentlich ist. Tshirts sind auch deshalb oft extra sehr lang, zumindest kommt mir das so vor (Ich bin 1,76 - also nicht zu klein). Natürlich muss man sich nicht in das engste Shirt quetschen, damit man auch wirklich jede Problemzone sieht, aber wozu sollte man sich hinter hässlicher Kleidung verstecken?

    Abgesehen davon wäre ein erweiterter Modemarkt für dickere Menschen eine Marktlücke für die Geschäfte.. es gibt wirklich kaum Auswahl. Und ich trug Größe 46 (mittlerweile 42 juhu), weiß gar nicht wie das Leute mit noch größeren Größen anstellen.

    Liebe Grüße

  • #2

    Nadinej (Donnerstag, 25 Juli 2013 22:06)

    Jahrelang habe ich gesagt und gedacht, dass schwarz meine Lieblingsfarbe ist. Macht schlank.......macht unscheinbar...... Heute ist mir bewusst, dass ich mich nie verstecken konnte und auch nicht kann. 176 cm und ein gutes Stück über 100kg - da nützt auch kein schwarz - vor allen Dingen keine sackartige Kleidung. Heute ist es mein Wunsch mich modern, zeitgemäß, farbenfroh und abwechslungsreich zu kleiden. Ich möchte mir Inspirationen in den Modemagazinen holen und dann in meiner Größe tragen können, ich möchte meine Persönlichkeit unterstreichen und anders auffallen. Man sieht mich sowieso.....und ich gebe mir große Mühe, dass ich positiv auffalle mit meiner Kleidung kleide!
    NEIN- ich bin nicht immer glücklich mit meiner Figur und manches Mal würde ich mir wünschen, dass es anders wäre...... ABER es ist wie es ist und damit lebe ich jetzt und hier und heute und möchte mich nicht mehr zurücknehmen- ich möchte vergessen, welche Konfektionsgröße ich trage, denn ich bin so viel "mehr".
    Ich wünsche allen Frauen, die zu den Plussize-Ladies gehören, dass sie erkennen und fühlen, dass sie mehr sind als eine Konfektionsgröße 46+
    Und von der Modeindustrie wünsche ich mir, dass sie erkennen, dass eine unglaublich große und modebewusste Zielgruppe bereit steht und wartet..... und dahinter natürlich ein wahnsinniges Umsatzpotenzial steckt......
    Und ich empfehle der Modeindustrie sich Plussize-Ladies ins Boot zu holen und nicht zu glauben, dass alleine Damen mit einer Konfektionsgröße 34-38 (die auch sicherlich fast alle schon mit ihrer Figur gekämpft haben und es gut meinen) wissen, was gut für uns ist. :-)

  • #3

    Annette (Freitag, 26 Juli 2013 09:31)

    Ich finde, das kommt ganz auf die Tagesform an. Man hat eben gute und schlechte Tage.
    Ich liebe bunte Blumenprints (z.B. bei M&S), manchmal mag ich es aber auch schlicht.
    Ich glaube nicht, dass es sowas wie 'einen' Plussize-Mode Stil geben kann. Wir sind doch alle verschiedene Persönlichkeiten und nicht nur durch unsere Konfektionsgröße definiert.

  • #4

    elbkind (Freitag, 26 Juli 2013 10:32)

    Wenn ich nach neuen Klamöttchen suche, dann sehe ich mich inzwischen eher bei einer handvoll Labels aus England um. Ich wünsche mir hochwertige Stoffe und schöne, betont weibliche Schnitte - und bezahlbare Mode, die liebevoll mit mir und meinem Körper umgeht. Ich mag Seide und Chiffon, schöne Baumwollstoffe und clevere Farben und Designs.

    In Deutschland ist mir Mode in großen Größen meist zu einfallslos, zu sportlich und deutlich zu alt. Die Stoffe sind oft von mieser Qualität, haben furchtbare Prints und Farben und/oder sind nur mit Nadel und Faden zusammengerotzt, die Designs mutlos. Ich möchte weder sportliche Mode tragen (weil ich einfach nicht sportlich bin), noch möchte ich großzügig geblümte Burkas aus Polyester in meinem Kleiderschrank finden.

    Ich habe Brüste, eine Taille, schöne Schultern und weibliche Hüften und ich möchte Kleider, die das so gut wie möglich in Szene setzen. Celebrate your curves! Gut geschnittene, weibliche Jeans und Hosen, Kleider, Röcke in Knielänge, Tops und Blusen. Stoffe, die sich vernünftig um meinen Körper legen und nicht irgendwo spannen, seltsam abstehen oder Falten ziehen. Und es muss nicht immer und überall Stretch sein, wenn der Schnitt gut gemacht ist. Ich mag keine grellen Farben und keine psychedelischen Muster, aber das ist mein persönlicher Geschmack, an vielen anderen Frauen finde ich den Look grandios. Neonfarben in großen Größen finde ich allerdings tatsächlich schwierig, das ist, als würden wir mit einem Textmarker anstreichen, was wir eigentlich unsichtbar machen würden - wenn wir könnten.

    Dass ich übergewichtig bin, sieht man auch in wallenden Verhüll-Mich-Schnitten. In Spanien habe ich mir gerade zwei eng anliegende Tube-Kleider aus Jersey gekauft und finde sie wunderbar! Trotzdem braucht es einen außerordentlich selbstbewussten Morgen, an dem ich die auch ins Büro anziehe ...