Ein paar Gedanken zum Thema Diät und Körperbewusstsein

Hey Ladies, 

 

man merkt immer sofort wenn der Monat Januar angefangen hat. 

 

Die Frauenzeitschriften sind voll von Diättipps, bei Instagram und Co häufen sich die "und nun ernähre ich mich gesund und werde fit" Bilder. 

 

Was ist das doch nervig!

 

Ich halte da überhaupt nichts von. 

 

Abnehmen kann man immer und damit starten auch. 

 

Warum immer auf ein bestimmtes Datum warten?

 

Ihr wollt Euch gesünder ernähren? DANN LEGT JETZT SOFORT DIE CHIPSTÜTE WEG!

 

Ist doch wahr!

 

:-)

 

Eigentlich ist es mir egal ob jemand eine Diät macht oder nicht. Mich stört einfach nur wenn das nur noch das Thema ist. 

 

Jedes Lebensmittel wird ausdiskutiert, es wird über Ernährungsformen debattiert und Rezepte werden bis in die kleinste Kalorie ausgetüftelt. 

 

Das alles um endlich in ein Leben einsteigen zu können in dem alles besser und schöner ist. 

 

Oder nicht?

 

Ihr merkt schon, ich bin der absolute Gegner von Diäten. 

 

Für mich ergibt sich der Sinn einfach nicht. Was soll das bringen wenn man sich eine zeitlang besonders ernährt. Ist die gewünschte Kiloanzahl erreicht wird dann meist normal weitergegessen oder man gönnt sich was auf das man bisher verzichtet hat und schwupps sind einige Kilos wieder drauf. 

 

Und das Ganze dann gerne im Galopp so dass man es flott von 96 Kilo zu 71 und zurück auf 98 Kilo geschafft hat. 

 

Ich will gar nicht so sarkastisch rüberkommen wie das hier klingt. Bei Diäten schreit in mir nur jede Körperzelle laut "nein!" .

 

Bevor ich Euch mein Abnehmrezept erzähle muß ich noch über etwas schimpfen:

 

Abnehmdrinks. Dieses Pulverzeugs. Womit frau sich einen Shake macht und den anstelle einer Mahlzeit zu sich nimmt. 

 

Was soll das bitte? Jaja, ich weiß Körperreinigung und so. Den Stoffwechsel anfeuern. Einen Startschuß liefern. 

 

Das ist doch Quatsch. Ich sehe sie schon wieder diese lieben Ladies die so einen Shake intus haben und um mein Käsebrot herumschleichen. Weil so ein Shake eben nicht satt macht (im Sinne von "ich habe etwas gekaut, nun bin ich satt"). 

 

So, nun habe ich genug geschimpft und erzähle Euch wie ich vor gut anderthalb Jahren zwei Kleidergrößen verloren habe. 

 


Das Bild links ist im Sommer 2010 entstanden. Das Bild rechts ist im Sommer 2013 aufgenommen.

 

Ich habe mich mehr oder weniger unfreiwillig von Kleidergröße 54/56 auf 48/50 herunter gearbeitet. 

 

Schuld daran war mein Sohn. 

 

In seinem ersten Lebensjahr gab es dauernd "Dinnercancelling" und viel mehr Bewegung. Ich war jeden Tag draußen, einfach nur Spazierengehen. Dazu schnelles Essen. Schnelles Essen heißt bei mir: Brot mit Käse/Wurst/Marmelade. Das geht immer. 

Auch zuhause: dauernd müssen Windeln gewechselt werden, das schreiende Kind durch die Wohnung getragen werden oder zum 3000 Mal die Waschmaschine anschmeißen. 

 

Abends wenn er nicht schlafen wollte, habe ich oft an seinem Bett gesessen und eben keine Süßigkeiten vor dem Fernseher gegessen. 


Das alles hat sich natürlich gebessert und ich liebe Kinderriegel nach wie vor. 


Was dennoch anders ist als früher: Ich habe nicht mehr so viel Zeit zum Essen. Ich bemerke manchmal erst dass ich Hunger habe wenn mir schlecht wird. 

Und dazu kommt dass man sich als Mutter zwangsläufig fragt, ob das Essen nun gerade gut und richtig ist. Ihr könnt Euch sicher sein: wenn ich ein Eis esse steht mein kleiner Mann (inzwischen ist er 2 Jahre alt) neben mir und will auch eins. Dann kommt die Überlegung: das ist nicht gut für ihn. Also ist es auch nicht gut für mich. 

 

Das klingt alles so gesund: ist es aber nicht.

 

 

Ich liebe Süßigkeiten, Aber ich esse keine ganz Tafel Schokolade. 

Ich liebe Fast Food. Aber ich esse es nicht jeden Tag. 

Ich bin gerne faul. Nur leider kann ich das nicht ausleben ;-)

 

Zurück zum Thema: Diäten sind meiner Meinung nach murks. 

 

Viel besser ist eine grundlegende Lebenseinstellung. 

 

Ihr solltet Euch immer die Frage stellen, warum Ihr abnehmen wollt. Wenn Ihr glaubt, dass Ihr Euch dann (seelisch) besser fühlt dann lasst Euch sagen dass das nicht so sein wird. 

 

Der Wunsch nach dem Abnehmen sollte woanders herkommen. Wie wäre es mit der Liebe am Leben? Der Liebe zum Körper? Oder weil man einfach mal sehen möchte was man schaffen kann?

 

Ich glaube, dass man nur dauerhaft abnehmen kann wenn man kleine Änderungen in seinen Alltag bringt: mehr Bewegung. Es muß ja nicht gleich Sport sein. Einfach mal die Treppe nehmen oder eine Haltestelle früher aussteigen und den Rest zu Fuß laufen. 

Und beim Essen: sich satt essen. An normalem Essen. So wie früher. Und Süßkram nicht als Hauptmahlzeit zu sich nehmen. 

Und vor allem: diese mistigen Limonaden weglassen. Muß es wirklich die Cola mit dem Zucker sein?

 

Eine Freundin von mir praktiziert auch eine für sie gute Ernährungsform: an fünf Tagen in der Woche isst sie gesund: kein Zucker, kein Fett, viel Gemüse und Vollkornprodukte. An zwei Tagen erlaubt sie sich Fett und Zucker, Fast Food und Eis. Damit hat sie vor einigen Jahren über 25 Kilo abgenommen. Und die hält sie bisher. 

 

So kann es auch gehen. 


So, und nun Feuer frei Ihr Diätgequälten, haut mich, beißt mich und gebt mir Tiernamen, ich kann das ab ;-).

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Kommentare: 5
  • #1

    LiLJessie (Sonntag, 19 Januar 2014 14:05)

    Du hast sooo Recht... Mich nervt das so langsam auch nur noch... Ich achte schon Jahren auf meine Ernährung und wenn ich Lust auf Fette Käse Sahne Soße habe, dann ess ich sie und überleg nicht lange, so halte ich mein Gewicht schon eine ganze Weile immer im für mich Wohlfühlbereich... Ich halte von Diäten und Shakes genauso viel wie du, nämlich gar nichts...

    LG Jessie

  • #2

    *Live. LOVE. READ. (Sonntag, 19 Januar 2014 14:44)

    Du hast das toll geschrieben und hast absolut Recht. Ich habe vor einigen Jahren auch einige Kilo verloren. Geschafft habe ich das durch eine Umstellung meiner Ernährung sowie Sport. Ich denke auch nicht, dass man mit einer Diät langfristige Erfolge haben kann, da muss man schon grundsätzlich etwas ändern.
    Liebe Grüße,
    Julia

  • #3

    beautyjungle (Sonntag, 19 Januar 2014 19:10)

    Ich finde, du pauschalisierst arg.

    1. Diät heisst wörtlich übersetzt ja nur Ernährungsweise. Klug ist es, für sich eine Ernährungsweise zu finden, die man sein Leben lang behält. Diät hat eben wegen Kohlsuppen und Weiß-der-Kuckuck-was einen faden Nebengeschmack bekommen. Und jeder normal intelligente Mensch weiß, dass es nix bringt, ne Woche zu hungern und dann wieder zu fressen.

    2. Seriöse Zeitschriften wie Brigitte, Myself und Cover zum Beispiel schreiben schon länger nichts mehr über solche 2-Wochen-2-Kilo Crash Diäten. Gerade die letzten Monate wurden die bereits wissenschaftlich belegten Ansätze vorgestellt wie intermittierendes Fasten und Low-Carb, am besten sogar gleichzeitig. Vor allem ersteres ist unglaublich effektiv, man macht das sein Leben lag, bekommt hervorragende Blutwerte und verbessert einfach alles. Hat meine Mama letztes Jahr eindrucksvoll bewiesen, sie sah schon nach 6 Wochen ohne Witz 5 Jahre jünger aus. Sie wollte auch nicht wirklich abnehmen, höchstens 2 Kilo, weil sie sehr zierlich ist, so ein Kilo merkt man eben gleich.

    3. Shakes kann man auch nicht alle in einen Topf schmeißen. Mehrere Unis haben zu Almased Studien geführt und die Wirksamkeit belegt. Ein guter Freund von mir studiert etwas in diese Richtung, die machen mit Almased und Diabetikern Studien, er kann nichts besseres empfehlen. Senkt den Blutzuckerspiegel, pusht den Stoffwechsel.

    4. Ich bin mir sicher, es ist markforschungstechnisch gut belegt, dass Frauen (oder Menschen insgesamt) vor allem zum Jahresbeginn sich nun mal Dinge vornehmen und es leichter finden, genau dann zu beginnen. Da reagieren die Zeitschriften entsprechend, was ist schon dabei?

    Ich finde es schön und gut, sich zu mögen oder nichts darauf zu geben, was andere von einem denken. Aber meiner Meinung nach gibt es vor allem einen Grund zum Abnehmen und es ist der wichtigste: Gesundheit. Dick sein ist nicht gesund. Egal, ob man dick ist, weil man faul ist und zu viel isst, oder ob man krankheitsbedingt dick ist und sich 5 Mal mehr als andere anstrengen muss, alles läuft darauf hinaus, dass dick sein ungesund ist. Fängt mit Bauchfett an, viel zu früh kaputten/übertrapatzierten Gelenken und bis zu einer niedrigeren Lebenserwartung. DAS sollte einem es doch wert sein?
    Wegen Aussehen oder anderen kann man höchstens noch mit 18 oder 22 daran denken abzunehmen, aber für eine erwachsene Frau gibt es bessere Gründe. Und man sollte eigentlich nicht lange darüber nachdenken, oder?

  • #4

    Nicole Hollatz (Montag, 20 Januar 2014 19:14)

    @beautyjungle: klar pauschalisiere ich. Hinter jedem Abnehmwunsch steht eine Person die sich darüber lange Gedanken gemacht hat. Darum geht es aber gar nicht.

    Egal welch Ernährungsform man für sich wählt, das Wichtige dabei ist doch vor allem dass es für denjenigen der abnehmen möchte, funktioniert.

    Die Aussage "dick ist nicht gesund" kann ich so nicht stehenlassen. Natürlich sind viele Dicke krank, haben das ein oder andere Problem. Aber viele Dicke sind gesund und oft sogar gesünder als Dünne. Ja, ich weiß, irgendwann machen die Kilos Gelenkprobleme usw. Aber nicht jede(r) Dicke(r) ist viel zu dick. Heutzutage ist man ja schon mit Kleidergröße 42 dick.

    Und vergessen darf man auch nicht, dass es doch nicht wenige Dicke gibt, die nicht dick sind weil sie viel essen und sich nicht bewegen. Was ist mit den Dicken die aufgrund einer Krankheit oder Medikamenten dick geworden sind? Die können nicht einfach abnehmen, werden aber mit den anderen Dicken über einen Kamm geschert.

  • #5

    Zydol XL (Freitag, 16 Mai 2014 13:17)

    Hallo, ich war gerade dabei, Informationen über Ernährung, Gewicht und Abnehmen zu sammeln und wurde von Google unter anderem hierher verwiesen. Da ich schon mal hier bin, möchte ich auch nette Grüße hinterlassen. Eine schöne Seite haben Sie hier übrigens.