Neues aus der Hexenküche!

von Martina

Hallo Ladies, 

 

schon mal vorweg – keine Frucht ist vor mir sicher! Bei jeder Obstsorte überlege ich, was  ich damit Schönes zaubern könnte, mal abgesehen von Marmelade und Gelees. Und so entstehen in meiner Hexenküche neben süßem Brotaufstrich auch Sirup, Chutney, Gewürzsalz und Zuckermischungen.

 

Eine meiner allerliebsten Beeren sind die Holunderbeeren. Der Holunder macht mir nämlich schon im Frühjahr sehr viel Freude mit seinen Blüten. Sie sehen nicht nur hübsch aus, sie duften auch so wunderbar. In diesem Jahr blüht der Holunder schon sehr früh und so habe ich beim letzten Spaziergang im Grünen fleißig Holunderblüten gepflückt. 

 

Ich schneide die Dolden ganz vorsichtig ab und transportiere sie in einem Körbchen. Daheim werden sie erst mal von ihren Mitbewohnern befreit. Dafür befeuchte ich Küchenkrepp und lege die Dolden kopfüber auf das Papier. Dies mache ich vorzugsweise auf meinem Balkon, weil ich so ungerne Mitbewohner mit vielen kleinen Beinchen habe.

So nach etwa einer halben Stunde ist dann so gut wie jeder Bewohner aus der Blüten-Dolde ausgezogen, ich kontrolliere aber noch mal eingehend per Hand.

 

Anschließend lege ich die Blüten in eine große Schüssel und darauf gebe ich eine in dünne Scheiben geschnittene Bio-Zitrone. 

In einem großen Kessel koche ich dann eine Art Sud aus 1 Liter Wasser und einem 1 Kilo Zucker. Das klingt jetzt wahnsinnig süß, ist es aber nicht. Denn zu diesen beiden Zutaten kommen noch 25 Gramm Zitronensäure. Diese findet Ihr im Supermarkt bei den Backwaren, oder derzeit auch beim Gelierzucker. Für diesen köstlichen und aromatischen Holunderblütensirup benötigt Ihr etwa 20 – 25 Dolden. 

 

Den Zucker mit der Zitronensäure in dem Wasser auflösen, und zwar indem ihr das Ganze kräftig aufkochen lasst.  Dann schüttet Ihr vorsichtig diesen Sud auf die Blüten und die Zitronenscheiben, das Ganze abgedeckt drei Tage bei Zimmertemperatur ziehen lassen. Ab und zu mal umrühren.

Nach dieser Zeit das Gemisch aus Sud, Blüten und Zitronen abseihen, gut abtropfen lassen und nochmals in einen Kochtopf geben. Jetzt den Sud ca. 5 Minuten köcheln lassen. 

 

Ich fülle den heißen Sirup dann sofort in Flaschen mit Bügelverschluß um. Die Flaschen sollten vorher heiß ausgespült und absolut sauber sein. Beim Einwecken muss frau wirklich total pingelig damit sein. Sonst schimmelt es nach kurzer Zeit und die Mühe war umsonst. 

 

Die abgefüllten Flaschen lege ich auf die Seite damit der Verschluss von innen mit der heißen Flüssigkeit in Berührung kommt, dadurch entsteht so eine Art Unterdruck und dies macht den Sirup haltbarer.  Also bei mir hat sich der Sirup im Keller ein gutes Jahr gehalten.

 

Holunderblütensirup schmeckt sehr gut in Prosecco oder einfach als Schorle mit Mineralwasser. Und natürlich im beliebten Hugo. Und wer gerne Erdbeermarmelade selber kocht, ein Schuss von dem Sirup gibt der Erdbeere noch mehr Aroma.

Und im Spätsommer, wenn die Beeren reif sind, dann zeige ich Euch was frau Leckeres aus Holunderbeeren machen kann.

 

Noch eine Bitte zum Schluss – Holundergewächse bitte niemals komplett plündern. Lasst bitte einige Dolden dran, damit die Bienen sich auch noch bedienen können. 

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Kommentare: 2
  • #1

    Sandra (Sonntag, 25 Mai 2014 19:42)

    Das probier ich aus! Woher hast Du die Bügelflaschen?

    lg

  • #2

    MartinaB (Sonntag, 25 Mai 2014 21:45)

    Sandra, die Bügelflaschen sind von Ikea :-)