Curvy is sexy 2014

von Martina

Hallo Ladies,

 

ich war für Euch auf Reisen! Nein, nicht mit Rucksack und  in lässigem Outfit – sondern mit schicker Handtasche und gestylt bis in die Haarspitzen.

 

Macht es Euch bequem und legt die Füße hoch, am besten noch schnell etwas Leckeres zum Trinken holen – es darf auch gerne ein Gläschen Prosecco sein. Was zum Knabbern dazu? Gerne! Kurvenpflege muss sein!

 

Denn ich nehme Euch mit nach Berlin zur Fashion Week, oder besser gesagt: Ich war für Euch auf der Messe „Curvy is sexy“ und hatte gestern Abend als ich wieder Richtung Heimat düste, ganz viele Impressionen und Fotos im Gepäck. Drei Tage war ich dort – drei Tage voller Mode, Mode und nochmals Mode.

 

Berlin, Unter den Linden 10 – was für eine Adresse! In allerbester Berliner Lage fand diesmal die „Curvy is sexy“ statt. Ich muss gestehen, ich war schon ein wenig aufgeregt. Es kribbelte heftig in mir als ich mich von meinem Hotel auf den Weg zum Palazzo Italia machte.

In den lichtdurchfluteten Räumen hatten sich über zwei Ebenen sehr viele Firmen mit Plus Size Mode (und auch drei Unternehmen mit Schuhen) platziert und präsentieren ihre Mode. 

90 % der Anbieter kannte ich schon aus meinen persönlichen Shopping-Raubzügen.

 

Der Rest war neu und sehr interessant.

 

Mich persönlich haben vor allem die drei italienischen Mode-Labels erstaunt, die teilweise Mode bis Größe 66 angeboten haben. Ich habe von verschiedenen Seiten gehört, dass es gerade in Italien extrem verpönt ist dick zu sein. Warum auch immer…

Von den einzelnen Messeständen habe ich nur sehr wenige Fotos gemacht. Ich finde die Klamotte auf dem Bügel sagt irgendwie nix aus, getragen bekommt frau eine sehr viel bessere Vorstellung von dem Kleidungsstück. Und so habe ich mir jede Modenschau angeguckt und fleißig geknipst.

Leider, leider waren mal wieder die Models viel zu dünn. Es gab nur 2 bis 3 Mädels, die eine Konfektionsgröße jenseits der 42 hatten.

 

Mir ist schon bewusst, dass die Musterstücke immer in Größe 42 produziert werden und diese dann auch auf dem Catwalk gezeigt werden. Ich fand das einfach nur schade. Denn so toll entworfene Mode verliert ihre Schönheit wenn sie um den schlanken Körper des Models schlappert.

Für jedes Alter, für jeden Geschmack war Mode zu sehen.

 

Wer es gerne jung und flippig mag, der war gut bei Zizzi, Junarose und Sheego aufgehoben.

 

Selbst Ulla Popken macht gerade eine modische Wende, die mich völlig begeistert. Vorbei die Zeiten von sackähnlichen Gebilden mit Tierchenmotiv auf der Brust und Einheitsbrei in der Abteilung „bunte Zelte“. 

Meine heißgeliebte Mode von den Nachbarn war durch Maxima, X-Two und Yoek vertreten. Und selbst der niederländische Schuhproduzent JJ-Footwear zeigte Stiefel und Schuhe für kurvige Damen. 

 

Mich persönlich hat auch das griechische Label Mat begeistert, bunte Mode mit ganz tollen Dessins und hochwertigen Stoffen. Sicherlich nicht ganz preiswert, aber trotzdem wunderschön anzusehen – und zu fühlen! Leider durfte ich keine Fotos von der Kleidung machen, es wurde mir am Stand von Mat untersagt.

 

Die Zielgruppen der Designer sind natürlich unterschiedlich. Aber egal war ich mir angeschaut habe, egal welches Kleidungsstück  ich in die Hand genommen habe – ich hatte nie das Gefühl, hier wird Mode für Trudchen Müller gemacht. Endlich sind die Zeiten von schwarz und dunkelblau in allen Schattierungen, vorzugsweise in extrem verhüllenden Schnitten, vorbei. Und was für eine Auswahl! Über 60 Brands auf dieser Messe – vor 10 Jahren sah das noch ganz anders aus.

 

Am Mittwochabend gab es dann noch eine Premiere, eine Modenschau mit DER Anna Scholz. Sie hat für Sheego einige Kleidungsstücke entworfen, vorzugsweise Kleider. Ich war sehr gespannt, weil ich die Mode von Anna Scholz mag. Neben den schon üblichen Models lief auch Hayley Hasselhoff über den catwalk. Ihr kennt Hayley Hasselhoff nicht? Aber ihren Vater kennt Ihr bestimmt. Richtig! Es ist David Hasselhoff.

Ja, es war schön in Berlin – auch wenn Berlin und ich nie Freunde werden. Das ist einfach nicht meine Stadt. Aber die „Curvy is sexy“ war für mich ein besonderes Erlebnis. Der Overkill an Mode, nette Menschen kennengelernt, gute Gespräche geführt, viel gelacht – und viel geschwitzt. Der Palazzo Italia entpuppte sich nämlich als Sauna, aber nackig sein wäre gerade dort kontraproduktiv gewesen. 

 

Ich hoffe, Ihr habt Freude an den Fotos und ich konnte Euch ein wenig anstecken mit meinem Mode-Rausch – der nur ungesund für die Geldbörse ist. 

 

Traut Euch, lasst Euch inspirieren und findet Euren eigenen Stil. Denn Mode kennt keine Größe und kein Alter!

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Kommentare: 2
  • #1

    Caterina (Freitag, 11 Juli 2014 21:33)

    Hallo Martina,

    als Halb-Italienerin kann ich dir sagen, dass es in (Süd-)Italien nicht verpönt ist, dick zu sein. Im Gegenteil: dort sind die Frauen viel mutiger als hier. Sie tragen wirklich alles, vor allem Figurbetontes! Ich hab dort richtig oft Frauen im Bikini gesehen, die sicher Größe 54 hatten...

    Viele Grüße

  • #2

    cleffanie (Samstag, 12 Juli 2014 08:18)

    Schöner Bericht, vielen Dank!